Schmerzen am Knie

Knorpel­schaden

Symptome

Die Patienten berichten über Schmerzen und immer wieder auftretende Gelenkschwellungen. In fortgeschrittenen Fällen wird über Anlaufschmerzen und Bewegungseinschränkungen berichtet.

Oft führen sogenannte Bagatelltraumen den Patienten zum Arzt, diese stellen jedoch in aller Regel nicht die Ursache der Knorpelschädigung dar.

In schweren Fällen kann der Knorpel aufgebraucht sein, sodass ein sogenannter "Knochen-Kontakt" im Gelenk entsteht. Schließlich kann es zu ausgeprägten arthrotischen Deformierungen und Achsenfehlstellungen kommen.

Verletzung oder Erkrankung

Es handelt sich bei dieser Erkrankung um eine Knorpelschädigung mit unterschiedlich ausgeprägter Aufrauung oder sogar teilweisem Verlust des Gelenkknorpels.

Ursache

Die Ursache von Knorpelschäden sind in aller Regel degenerativ und altersbedingte Abnützungen des Kniegelenkknorpels.

Faktoren, die diesen Alterungsprozess beschleunigen, sind vermehrte körperliche sportliche Aktivitäten sowie abrupte Krafteinwirkungen.

In seltenen Fällen kann bei einem Unfall eine plötzlich einwirkende Kraft zum Aufbrechen des Knorpels führen.

Auch eine chronische Instabilität (alte Kreuzbandverletzung), entzündliche Erkrankungen (z.B. rheumatische Erkrankungen), verschiedene Medikamente (z.B. Langzeitbehandlung mit Cortison) und gewisse Stoffwechselerkrankungen können die Knorpelschädigung beschleunigen.

Die definitive Ursache einer Knorpelschädigung ist im Einzelfall aber oft nicht eindeutig zu klären.

Untersuchung

Auf den Standardröntgenaufnahmen kann bereits anhand der Weite des Gelenksspaltes auf die Dicke des Gelenkknorpels geschlossen werden. Außerdem können Sekundärarthrosezeichen festgestellt werden.

In einer Kernspintomographie (MRT) sind sowohl die Dicke als auch die Kontinuität des Knorpels beurteilbar.

Behandlung

Größere Knorpelschäden sollten unbedingt arthroskopisch operativ behandelt werden.

Dabei werden die aufgerauten Knorpelflächen mit mechanischen oder elektrischen Instrumenten aber auch mit Laser ausgeglättet, um die Gleitfähigkeit der Knorpelschicht wieder zu verbessern.

Bei isolierten tiefgreifenden Knorpelschäden kann eine sogenannte Abrasionsarthroplastik durchgeführt werden, um eine Faserknorpelregeneration anzuregen.

In schweren Fällen kann durch eine arthroskopische Knorpelglättung und eine Gelenkstoilette die Implantation einer Kniegelenksprothese hinausgezögert werden.

Bei massiven Achsenabweichungen (Achsendeviation) stellt sich die Frage einer primären oder sekundären Korrektur der Beinachse.

Nachbehandlung

In der ersten postoperativen Phase ist eine Schonung des operierten Gelenkes unbedingt erforderlich, Bewegungsübungen sind unmittelbar postoperativ erlaubt.

Beginnen Sie nach Anleitung durch Ihren Physiotherapeuten frühzeitig mit einem physiotherapeutischen Rehabilitationsprogramm.

Genesung

Das Ausmaß der Wiederherstellung richtet sich hier stark nach der vorgefundenen Ausgangssituation.

Bei kleineren Knorpelschäden kann nach 6-8 Wochen eine weitgehende Beschwerdefreiheit erreicht werden, bei großflächigen oder tiefgreifenden Knorpelschäden ist eine vollständige Wiederherstellung leider nicht mehr möglich.

Behandlungsziel

Ziel der Behandlung ist eine möglichst gute Ausglättung der aufgerauten Knorpelflächen sowie die Entfernung instabiler Knorpelareale.

Durch die so erzielte Besserung der Gleitfähigkeit kann eine Reduktion der Beschwerden und der Ergussbildung, aber auch eine Verzögerung der weiteren Abnützung erreicht werden.

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