Springen zu: Hauptnavigation Unternavigation Ergänzend Navigation Footer Navigation Hauptinhalt Sekundärinhalt Ergänzender Inhalt

Hinteres Kreuzband

Verletzung oder Erkrankung

Bei dieser Verletzung kommt es zu einem vollständigen Riss des hinteren Kreuzbandes, dem kräftigsten Band des Kniegelenks. Diese Verletzung zählt zu den schwersten Bandverletzungen des Kniegelenks.

Dieses Band überkreuzt sich mit dem vorderen Kreuzband. Beide Bänder gelten als sehr wichtige Stabilisatoren des Kniegelenks.

Ursache

Die häufigste Ursache ist ein direktes Anpralltrauma des oberen Schienbeins von vorne bei Motorrad- aber auch PKW-Unfällen (Armaturenbrettunfälle).

Immer häufiger treten Verletzungen des hinteren Kreuzbandes beim Fußball spielen und Schifahren bzw. Snowboarden auf.

Dabei ist der Riss des hinteren Kreuzbandes jedoch meist mit einer zusätzlichen Seitenband- und eventuell sogar vorderen Kreuzbandverletzung kombiniert.

Symptome

Die häufigsten Symptome sind Schmerzen sowie die Unfähigkeit, das Gelenk zu belasten.

Meistens kommt es nicht zu einem ausgeprägten Gelenkserguss oder einer prallen Schwellung, da das Blut in die Kniekehle und in den Unterschenkel abfließen kann. Oft besteht ein Druckschmerz in der Kniekehle.

Bei rechtwinklig gebeugtem Knie sackt der Unterschenkel häufig deutlich nach hinten (= hinteres Schubladenphänomen).

Untersuchungen

Neben den Standardröntgenaufnahmen ist eine Kernspintomographie (MRT) sehr nützlich, um den Riss des hinteren Kreuzbandes sicher nachzuweisen und auch lokalisieren zu können.

Auch sollten Begleitverletzungen im Kniegelenk ausgeschlossen werden.

Behandlung

Da die operative Versorgung, bzw. Rekonstruktion des hinteren Kreuzbandes nach wie vor äußerst anspruchsvoll ist und auch die postoperativen Ergebnisse oft keine 100%ige Wiederherstellung bringen, ist eine Operation im Einzelfall abzuwägen.

Hinzu kommt, dass zahlreiche Patienten mit Verletzungen des hinteren Kreuzbandes eine ausreichende Kniefunktion aufweisen.

In diesen Fällen kann eine konservative Behandlung dieser Verletzung vorteilhaft sein.

Bei einer ausgeprägten Instabilität mit Unsicherheitsgefühlen im Kniegelenk sollte eine operative Behandlung vorgenommen werden, wobei das gerissene hintere Kreuzband durch ein Transplantat, meistens in Form der Semitendinosus- oder Quadrizepssehne, ersetzt wird.

Nachbehandlung

Überlasten Sie keinesfalls Ihr Knie in der Rehabilitationsphase und führen Sie für das Knie belastende Sportarten erst nach vollständiger Ausheilung der Verletzung durch.

Vermeiden Sie starke Schwellungen im Bereich des Kniegelenks, des Unterschenkels und der Knöchelregion durch konsequentes Hochlagern und häufige Muskelspannungsübungen.

Das Tragen einer Knieschiene ist für 6 Wochen erforderlich, weiters empfehlen wir zur Zeit eine Teilbelastung des operierten Beines für 4 Wochen.

Beginnen Sie frühzeitig mit Bewegungsübungen nach Anleitung durch Ihren Physiotherapeuten um eine Bewegungseinschränkung Ihres Kniegelenks zu vermeiden.

Befolgen Sie bitte die empfohlene Nachbehandlung exakt.

Genesung

Trotz korrekter und optimaler Behandlung kann eine vollständige Wiederherstellung nicht garantiert werden, da die Ergebnisse nach Operationen des hinteren Kreuzbandes  noch nicht so gut sind wie nach Operationen des vorderen Kreuzbandes.

Insbesondere muss häufig mit einer verbleibenden Restinstabilität gerechnet werden.

Die übliche Genesungsdauer beträgt 6 Monate, die endgültige Belastbarkeit des Sehnentransplantats wird erst nach ca. 1 Jahr erreicht.

Diese Tatsache ist bei Extremsportarten zu berücksichtigen.

Behandlungsziel

Ziel der Behandlung ist eine möglichst gute Wiederherstellung der Stabilität des Kniegelenks bei guter Beweglichkeit.

Trotz derzeit moderner Operationsmethoden, kann eine Restinstabilität sowie eine endlagige Bewegungseinschränkung zurückbleiben.

Aktuelles

PEKING-PARIS 2013

Ab 20.05.2013 auf Facebookweiter

Sanatorium Schenk GmbH
Montafonerstraße 29
A-6780 Schruns

[T] +43/5556/74 000
[F] +43/5556/74 000 - 6

[E] office@schenkair.at